Obazda

Selbst gemachter Obazda schmeckt einfach anders als der aus der Kühltheke. Die Basis ist reifer Camembert oder Brie, den man mit weicher Butter, Frischkäse und saurer Sahne zu einer streichzarten Masse verarbeitet. Anders als beim klassischen Pesto Rosso kommt hier kein Tomatenaroma zum Einsatz – dafür entfaltet der Obazda eine herzhafte, leicht würzige Note. Eine kleine Schalotte oder eine normale Zwiebel geht auch, dazu etwas Kümmel und Paprikapulver. Wer einmal selbst gerührt hat, merkt schnell: Der Aufwand ist minimal, der Geschmack maximal.

Ein häufiger Fehler bei der Zubereitung von Obazda: Den Käse zu kalt verarbeiten. Ist der Camembert oder Brie noch kühlschrankkalt, wird die Creme klumpig und nicht schön geschmeidig. Besser: Den Käse rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und bei Zimmertemperatur weich werden lassen. Wer keine Schalotte zur Hand hat, kann sie durch eine normale Zwiebel ersetzen – das verändert den Geschmack, aber nicht die Cremigkeit. Auch bei der Wahl der Butter lohnt sich eine gute, weiche Butter, denn sie trägt maßgeblich zum finalen Aroma bei. Übrig gebliebener Obazda hält sich im Kühlschrank gut verschlossen etwa eine Woche. Ein Trick: Die Oberfläche mit einer dünnen Schicht Butter bedecken, dann bleibt er länger frisch. Wer noch mehr Brotaufstriche ausprobieren möchte, findet bei mir auch ein Rezept für Kräuterbutter oder klassischen Liptauer.

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