Kandierte Äpfel, Paradiesäpfel, Liebesäpfel

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kandäpfel

Rezept: Kandierte Äpfel, Paradiesäpfel, Liebesäpfel

Zusammenfassung: Hier sind die Vitamine wirklich unter der Schale versteckt 😉

Zutaten:

Für 5-6 Stück

  • 5-6 Äpfel
  • 115g Glukosesirup
  • 180ml Wasser
  • 450g Zucker
  • Rote Lebensmittelfarbe die erhitzbar ist.
    Wir nehmen fürs backen/kochen immer diese
    Farben.
  • Geeignete Stiele oder Spieße
  • Etwas Zucker für die Ablagefläche (siehe unter Punkt 4)
  • 1 Blatt Backpapier
  • Optional: Zuckerstreusel

Zubereitung:

  1. Als erstes ein Warnhinweis: mit heißen Zucker zu arbeiten ist gefährlich, weil die Masse extrem heiß wird, nicht dampft und auf der Haut klebt. Kinder sollten daher dieses Rezept nur unter Aufsicht von Erwachsenen kochen.
  2. Als erstes müssen die Holzspieße in die gut gewaschenen und abgetrockneten Äpfel (der Apfelstiel sollte vorher herausgedreht worden sein) gesteckt werden.
    Dabei solltet ihr darauf achten, dass der Stiel fest sitzt und der Apfel nicht komplett durchstochen wird, sondern der Stiel sollte so tief hinein, dass er fest im Apfel steckt.
    Als Stiel haben wir hier 15cm lange und 1cm breite Waffelstiele benutzt, was gut funktioniert hat. Ihr könnt aber auch etwas dickere Schaschlik-Spieße, Eisstiele oder was sonst geeignet ist benutzen.
  3. Danach kommen die Äpfel zum durch kühlen in den Kühlschrank.
  4. Da die Äpfel nach dem Kandieren ja auch irgendwo abgelegt werden müssen, wird dafür am besten schon mal eine Fläche vorbereitet.
    Dazu streut ihr am etwas Zucker auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, Holzbrettchen oder Teller.
  5. Für die Zuckerschicht wird nun Glucose-Sirup mit Wasser und Zucker in einem Topf verrührt bis sich alles verbunden hat.
    Der Glucose Sirup sorgt dafür, dass die Zuckerschicht später nicht wie Glas bricht und sich die Äpfel so besser essen lassen (die Schicht wird trotzdem noch sehr hart).
  6. Damit der Paradiesapfel eine schöne Leuchtend rote Farbe bekommt, wird noch etwas Lebensmittelfarbe hinzu gegeben.
  7. Das ganze muss jetzt unter Rühren 15-20 Minuten, bei mittlerer Hitze köcheln.
    Passt aber dabei auf, die Flüssigkeit wird sehr heiß, deshalb bitte nicht probieren oder ähnliches.
  8. Ob die Zuckermasse die richtige Konsistenz und die richtige Temperatur zum weiterverarbeiten hat, kann man jetzt auf zwei Arten ermitteln.
    Die erste Möglichkeit ist, ihr lasst die Masse in kaltes Wasser tropfen und wenn sie nach ca. 8 Sekunden hart wird kann es weitergehen.
    Die zweite Möglichkeit ist, dass ihr die Temperatur mit einem Zuckerthermometer messt, bis die Masse eine Temperatur von 150°C hat.
  9. Dann können die Äpfel kandiert werden 8wenn sie durch das Kühlen etwas feucht an der Schale sind, trocknet sie nochmal ab). Dazu haltet ihr sie am Stiel/Spieß fest, dreht sie durch den Topf mit der Zuckermasse, lasst sie dann etwas abtropfen und stellt sie dann auf die vorbereitete Zuckerfläche.
  10. Die Äpfel dürfen sich im nassen Zustand nicht berühren, sonst kleben sie sofort aneinander fest.
  11. Das einige Blasen in der Schicht entstehen, liegt an der Reaktion der Apfelschale mit der kochend heißen Zuckermasse und lässt sich leider nicht ganz verhindern.
  12. Jetzt müssen die Äpfel noch ca. 5 Minuten abkühlen und können dann sofort gegessen werden.
  13. An der Luft halten sich die Äpfel nicht so lange, da die Zuckerschicht mit der Luftfeuchtigkeit reagiert und nach einiger Zeit wieder klebrig wird.
    Die Äpfel sollten daher noch am selben Tag gegessen werden.

Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren.

12 Gedanken zu „Kandierte Äpfel, Paradiesäpfel, Liebesäpfel

  1. Euer Rezept habe ich ausprobiert. Das Glukosesirup habe ich durch Maissirup aus dem Asialaden getauscht.
    Ihr schreibt, dass die Zuckermasse mit der Apfelschale reagiert und deshalb Blasen wirft. Bei mir ist dies auch passiert, manche der Blasen sind beim Trocknen geplatzt.
    Habt ihr feststellen können, wie sich der Effekt verringern lässt?
    So dass man eine schöne glatte Oberfläche erhält?
    Viele Grüße

    1. Hallo Christoph =)
      Danke für die Rückmeldung! Kleine Blasen lassen sich leider nicht verhindern. Die größeren lassen sich nur dadurch reduzieren, wenn die Schale super trocken ist.
      LG

  2. Habe heute das Rezept ausprobiert und es hat eigentlich ganz gut geklappt.
    Leider wird der Guß überhaupt nicht fest und die Äpfel kleben an allem, was sie berühren- vorzugsweise aneinander. Was habe ich falsch gemacht?
    Gruß

  3. Hallo, ich würde euer Rezept gerne probieren. Jedoch in Mini Format. Heißt: mit Melonenausstecher kleine Bällchen aus dem Apfel holen und diese dann kandieren. Klappt das, da ja dann keine Schale um das kleine apfelbällchen ist, oder ist die Zuckerwasser dafür zu heiß. Kenne es bisher nämlich auch nur mit Karamellmasse.
    Lieben Gruß
    Sabrina

    1. Hallo Sabrina =)

      Das wird wahrscheinlich sehr schwierig, weil die Feuchtigkeit vom Apfel den Karamell relativ schnell ausflösen wird :/ Ansonsten wäre das echt eine tolle Idee 🙂

      LG

  4. Hallo,
    auf welche Stufe muss die Zuckermasse zum Kochen gebracht werden? weil meine Paradiesäpfel haben nicht den Glanz. Die Zuckermasse wurde auch wieder so dickflüssig 🙁

    1. Hallo Betty =)
      Was meinst Du mit Stufe? 🙂 Bei der Karamellmasse musst du ganz genau aufpassen, wann sie im „Wassertest“ fest wird. Dann ist genau der richtige Zeitpunkt zum überziehen der Äpfel. Hast Du dich denn genau an die Zutaten gehalten? LG

      1. muss die Zuckermasse auf halbe stufe zum kochen gebracht, ganz langsam? oder schnell und dann erst auf halbe stufe köcheln lassen? ich habe die paradiesäpfel bestimmt schon 6 mal gemacht und nur 1mal haben die geklappt- ich weis nicht was ich falsch gemacht habe

        1. Hallo Betty =)
          Das ist im Prinzip egal, wobei ich doch eher zur mittleren Hitze tendiere, damit der Zucker nicht so schnell verbrennt. Was genau ist es denn schief gegangen, wenn die Äpfel nicht funktioniert haben? Liebe Grüße!

          1. Hallo, die Zuckermasse hat die 150° nicht erreicht, das Wasser war verdunstet und ich hatte Zucker im Topf. Bei den letzten 2 Versuchungen habe ich den Zucker dann wieder geschmolzen, dann schmeckte es aber leicht verbrannt! man konnte es trotzdem essen:)

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